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Christi Himmelfahrt

Das Geheimnis des Labyrinthes

Der erste Gedanke ist oft: Da kann man sich verirren!
Man sagt: „Was für ein Labyrinth!“ und meint eine unübersichtliche Angelegenheit.
Das ist eigentlich nicht richtig, denn so ein verwirrendes Durcheinander mit vielen Wegen und Kreuzungen ist genau genommen ein Irrgarten.

In einem richtigen Labyrinth gibt es keine Abzweigungen. Es gibt nur einen Weg, der zur Mitte führt. Es geht hin und her, manchmal meint man gleich angekommen zu sein und schon ist man auf einem weiten Umweg. Am Ende erreicht man immer das Ziel.

In einem Labyrinth kann man sich nicht verlaufen.

Das einfachste Labyrinth ist eine Spirale. Du kannst sie ganz einfach zeichnen, indem du in der Mitte beginnst:

Oder du nimmst dir etwas zum Stempeln und fängst innen an. Oder du sammelst kleine Steinchen und legst dein Labyrinth auf den Boden. Im Kinderzimmer oder Garten finden sich sicherlich noch mehr interessante Ideen!

Das Geheimnis

Das Labyrinth ist ein Symbol für den Weg hinein, für das Wenden in der Mitte und das wieder Herauskommen. Dann kann alles wieder von vorn beginnen: Hineingehen, Umwenden, Hinausgehen… Eine ewige Reise.

Es gibt in der Natur viele Dinge, die so ablaufen.

Der Mond nimmt zu, wird zum Vollmond, dann nimmt er ab bis er verschwunden ist, nun wendet sich sein Lauf und er nimmt langsam wieder zu.

Getreidehalme werden abgeschnitten, sie sterben. Wenn die Körner in die Erde gestreut werden, wendet sich ihr Tod zu neuem Leben: neue Halme wachsen.

Findest du noch ein Beispiel?

Das Labyrinth ist ein sehr altes Symbol. Menschen haben es schon vor langer Zeit benutzt, um den Weg an einen heiligen Ort und das Wiederkehren von dort feierlich zu begehen.

Wer in ein Labyrinth geht, begibt sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Wendepunkt. Es ist ein magischer Ort: Hier ruht die Macht, die ein Umkehren ermöglichen kann.

Ein Weg in den Himmel

Chartres (sprich: Scharrtre) ist eine Stadt in Frankreich, hier gibt es eine sehr schöne Kathedrale, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, das war im Mittelalter. Die Rose von Chartres ist ein großes Bodenlabyrinth. Es hat einen Durchmesser von ca. 12,5 Meter und der Weg ist 261 Meter lang.

Seit die Kirche gebaut wurde, kommen viele Christen hierher, um im Inneren des Labyrinthes den Himmel zu finden, den Frieden mit Gott. Dort wird aus dem Tod ein neues Leben. Gott kann es wenden.

Während sie hineingehen, beten sie oder singen, manche legen den Weg sogar auf Knien zurück. Dieser Weg war gleichwertig mit einer Reise nach Jerusalem, der Stadt, in der Jesus gestorben und auferstanden war. Man geht hinein, um mit Jesus in den Himmel zu gelangen.

Weg zum Himmel in dir

Zeichne oder baue dein Labyrinth. Unten findest du einen Link, wie du selbst ein kretisches Labyrinth zeichnen kannst. Du kannst dir auch die Rose ausdrucken.

Jetzt kannst du deinen Weg feierlich begehen, mit deinen Füßen oder mit Farbstiften.

Vielleicht möchtest du auch hineinschreiben, welche Gedanken du dabei hast?

Was wirst du Himmlisches in dir finden?

Hier findest du ein Lied, das dich auf dem Weg begleiten kann und hier der Link zum kretischen Labyrinth. Was mit dem Wort „Himmel“ gemeint ist, kannst du hier erfahren. Und Freddy erklärt Christi Himmelfahrt und hier ist das Quiz dazu.

Hier kommst du zum Wegweiser.

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