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Allgemein Kirchenjahr

Karneval

Maske auf und los!

Wir haben uns ja schon fast daran gewöhnt: an die Maske. Wir tragen sie, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Aber: eine Maske kann noch was ganz anderes!

Verwandeln

Ein braver Familienvater wird zum Piraten, eine Sekretärin zur Hexe, ein schüchterner Jung zum Ninja, das kleine Mädchen zur Eisprinzessin.
Es ist ein sehr alter Brauch, Masken zu tragen. Die Maske ist das Gesicht einer anderen Persönlichkeit. Wer die Maske trägt, wird zu dieser Person oder zu diesem Wesen. Man verwandelt sich, man überschreitet eine unsichtbare Grenze und wird zu etwas anderem.
Manchmal gehört zur Maske auch noch ein Gewand, ein Kleid, ein Kostüm. Etwas Ähnliches passiert, wenn ein Mensch eine Amtstracht trägt: ein Arzt in Weiß, ein Richter in der Robe, ein Pfarrer im Talar. Dann ist er nicht mehr nur er selbst, dann „bekleidet“ er ein Amt.

Rosenmontag

Rosen – die Blumen der Liebe. Vor langer Zeit: die Blumen der Liebesgöttin. In Griechenland feierte man das Fest der Aphrodite und brachte ihr als Opfergaben Rosen. Prozessionen zu ihrem Tempel. Genug zu essen – ein Festmahl für alle – und Wein und Musik und Tanz. Man schmückte sich mit Blumen… Oder von „Rasender“ Montag, weil die Menschen wie die Wilden umherrasen und rasend feiern. Auf Kölsch sagt man „rose“.
Woher auch immer: es ist der Tag der Kostüme, der großen Umzüge, man feiert und trinkt und isst richtig fett, mehr als möglich ist. In Fett gebackene Pfannkuchen. Bis man nicht mehr kann.

Alles steht Kopf

Schon in der Antike feierte man ein Winter-Ende-Fest. Im Römischen Reich waren das die Saturnalien. Jeder verkleidete sich, alle schlüpften in eine andere Rolle. Die Herren bedienten ihr Personal und die Sklaven ließen sich wie Könige umhertragen. Die ganze Welt stand Kopf. Wenn die Narren die Welt regieren, ist das die Gelegenheit, dem König mal ordentlich die Meinung zu sagen! Die sonst üblichen Gesetze gelten nicht für die Faschingszeit, z. B. die 10 Gebote. Die 10 ist viel zu ordentlich. Alles dreht sich um die 11 – die närrische Zeit beginnt am 11. 11. (macht während Advent und Weihnachten eine Pause) und geht bis einschließlich Fastnacht.

Fastnacht – Fasching – Karneval

Das ist der Dienstag nach dem rasenden, tollen Montag. Auf Französisch heißt er „Mardi gras“ (sprich mardi gra) – der fette Dienstag. Du weißt warum?! Fastnacht heißt er, weil es die letzte Partynacht vor dem Aschermittwoch ist. Da ist Schuss mit Feiern und Futtern. Da beginnt die Fastenzeit. Fastnacht – die Nacht vor dem Fasten.
„Fasching“ kommt vielleicht von „Fastenschank“ – dem Ausschank von Alkohol vor der Fastenzeit.
Und „Karneval“ vom Lateinischen „carne vale“ – soll heißen: Fleisch lebe wohl! Denn in der anschließenden Fastenzeit wurde darauf verzichtet.

Und das ist bis heute beim Karneval wichtig:

  • Sich verkleiden: beim Fasching kann man sein, wer man will!
  • Die 11 ist die Zahl der Narren, man wählt einen Elferrat: 11 Narren, die die Stadt regieren an Stelle des Bürgermeisters.
  • Unbedingt am Rosenmontag dem Chef die Meinung sagen! Auf den Umzugswagen müssen die Politiker ganz schön Kritik einstecken!
  • Aus Leibeskräften feiern: essen, trinken, tanzen, spielen, singen, …

Dieses Jahr sieht es schlecht aus, für eine zünftige Faschingsfeier… Feiern wir halt zu Hause! Hast du ein Kostüm? Hast du jemanden, der mitfeiert? Prima! Dann los: Schau in die Konfettikiste, was man alles machen kann oder in die Witzekiste, falls euch der Gesprächsstoff ausgeht. Lieblingslied an und losgetanzt!

Hier kommst du zum Kirchenjahr und hier zum Jahresuhr-Basteln und hier zum Valentinstag.
Nach dem Aschermittwoch beginnt die Passionszeit, in diesem Jahr kann man beim Klimafasten mitmachen.

Hier kommst du zum Wegweiser.

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